Als Original geboren – und ein Original geblieben

Biografie des Künstlers Axel Neumann
Wenn Du Künstler bist, dann hast Du von Geburt an etwas in dir, das dich zwingt Künstler zu sein.
Axel Neumann


Axel Neumann ist Schauspieler, symphonischer Füllermaler, Gestalter von Buntglasfenstern und von Fahrzeugfolien.

Direkt nach dem Abitur tritt er seine Karriere als professionellen Künstler an. Er stellt sich die Frage gar nicht, auf eine Kunstschule zu gehen. Er ist überzeugt davon, dass man „Künstler sein“ nicht lernen kann. Schulen können das Handwerk vermitteln, aber was aus Handwerk schließlich Kunst macht - der Geist des Werkes -, das trägt jemand entweder in sich oder er ist kein Künstler. Das Handwerk lässt sich auch im Machen erlernen.

Für ihn gibt es nicht den Musiker, den Maler oder den Schauspieler. Es gibt den Künstler, das ist alles. Der Schauspieler ist nur einer, der diese eine Sprache für sich gewählt hat. Der Maler hat sich eine andere Sprache ausgesucht – die Wurzel ist aber dieselbe.

Er arbeitet 12 Jahre lang als Bühnendarsteller; die letzten fünf Jahre am Schauspielhaus Leipzig. 1999 wird er vom internationalen Film entdeckt. Seither Mitwirkungen in zahlreichen deutschen wie internationalen Kino- und TV Produktionen.
Auf der Suche nach dem Sinn, zieht er sich drei Wochen in Dunkelheit, Isolation und Stille zurück. Da werden Bilder von nie kreierter, klarer Schönheit in seinem Inneren sichtbar, in ungeheurer Menge und Vielfalt. Danach ist ihm klar, dass er ein zweites Handwerk erlernen muss. Heute sagt der Künstler: "Damals habe ich gelernt, mir selber zuzuhören."

Allerdings gelingt ihm mit keiner bislang bekannten Maltechnik, das Gesehene abzubilden. Es folgen Jahre der Suche. 1992 schließlich der Durchbruch mit dem Füller und Acrylfarbe. Das ist neu. Er ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Einzige, der so malt. Die Kombination ist technisch widersinnig. Eigentlich müssten die Pigmente den Tintenleiter verstopfen.

Jetzt ist der Künstler ein Pionier. Die Stadt Singen verleiht ihm dafür 1994 ihren Kulturförderpreis. Die Füllermalerei ist ein meditatives Ritual bildnerischer Präzision. Ohne Vorzeichnung und Korrekturmöglichkeit reiht Axel zahllose feine Striche, keiner größer als 1-2 mm, nach einem eigenen System aneinander. Es dauert Monate, teilweise Jahre, bis ein Großformat fertig.

Seit 1996 stellt er seine Füllergemälde öffentlich aus, in Singen, Leipzig, Innsbruck, Berlin, Luzern, Zürich und London. Seine Arbeiten befinden sich europaweit in Privatsammlungen.



Farbflaschen

Die Agentin des Künstlers

Patrizia Neumann
Die gebürtige Schweizerin hat zwei Berufe erlernt. Nach dem Abitur an einem altsprachlichen Gymnasium absolviert sie an der Kantonsbibliothek St. Gallen die Ausbildung zur Bibliothekarin und schliesst mit dem Diplom ab.

Es folgt ein Studium an der Hochschule für Kunst in Zürich, Fachbereich Schauspiel. Als diplomierte Schauspielerin tritt sie Engagements beim Schweizer Fernsehen, am Stadttheater Heidelberg und am Landestheater Innsbruck an.
1999 Übersiedlung nach Berlin und Übernahme des Büros des Künstlers Axel Neumann. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Agentin, betreut sie den Werkkatalog des Künstlers und widmet sich der archivarischen Pflege des Füllergemäldebestandes.

Seit Jahren betreibt sie private Studien zum Thema „Kunst und Kult“ in den prähistorischen und antiken Zivilisationen des Westens.