Den lieb' ich, der Unmögliches begehrt!

Artist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - FüllergemäldeArtist Axel Neumann - Füllergemälde
Der Künstler wird oft gefragt, woher seine außergewöhnlichen Motive kommen. "Die waren schon immer da", sagt er. "Allerdings war ein besonderes Erlebnis notwendig, damit ich mich wieder an sie erinnern konnte."

Das fand vor 25 Jahren statt. Als noch junger Theaterschauspieler liess er sich 3 Wochen in seiner vollständig abgedunkelten Wohnung einschliessen. In absoluter Dunkelheit, Stille und Isolation haben sich ihm seine Bilder gezeigt. Es waren Bilder von Welten, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Er versuchte, sich so viele möglich einzuprägen.

„Bis heute mache ich nichts anderes, als sie aus meinem Gedächtnis abzumalen - und ich bin noch lange nicht fertig damit“, sagt er heute.

Heutzutage mag ein solches "Experiment" extrem erscheinen. In der Antike war diese intensive Form der Meditation hingegen relativ weit verbreitet. Die Menschen zogen sich in die Dunkelheit zurück, um Antworten auf wichtige Lebensfragen zu erhalten oder Heilung von schweren Krankheiten. Genannt hat man das damals Inkubation. Oder auch „Tempelschlaf“.

Hier können Sie nachlesen, was Prof. Yulia Ustinova, Historikerin und Expertin für bewusstseinverändernde Rituale im Alterum, von der Universität des Negev über die Motive von Axel sagt.
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Mein Freund Axel ist ein unfassbar begnadeter Künstler. Mich fasziniert an seiner Kunst, dass sie das Ergebnis einer Grenzerfahrung ist. Wer sich drei Wochen in Dunkelheit und Stille einschließt, der wagt einen gefährlichen Ritt auf der Rasierklinge. Axel hat viel riskiert und alles gewonnen. Jetzt sind seine Bilder da und sie sind atemberaubend.

Menschlich beeindruckt mich seine enorme Leistungsfähigkeit. Täglich bis zu 18 Stunden am Stück zu malen und das über Jahre hinweg, ist mentale Ausdauer vom Feinsten. Für mich ist Axel ein Extremkünstler, der höchsten Respekt verdient.


Joey Kelly, Extremsportler und Unternehmer, Zeitschrift “Schreibkultur”, 4/2017

Malen mit dem Füllfederhalter

Füllergemälde



Allgemein kennt man den Füller nur als Schreibgerät. Sicher gibt es einige Künstler, die mit dem Füller zeichnen. Aber damit zu malen, das ist etwas Besonderes. Der Künstler nennt seine Bilder aber nicht nur deswegen Füllergemälde, weil er sie mit dem Füller malt – sondern auch, weil ihre einzigartige Ästhetik nur mit dem Füllfederhalter entstehen kann. Da es ihm nach der 3-wöchigen Dunkelheit mit keiner bekannten Maltechnik gelang, das Gesehene abzubilden, musste er eine eigene Maltechnik entwickeln. Ohne Vorzeichnung reiht er zahllose Striche, keiner größer als 1-2 mm, nach einem eigenen System aneinander. So erzeugt er den fast dreidimensionalen Charakter seiner Motive.

Es dauert Monate, teilweise Jahre, bis ein Großformat entsteht. Die Füllermalerei ist ein in meditativer Langsamkeit durchgeführtes Ritual bildnerischer Präzision. Die surreale Ästhetik der Motive ist einzigartig. Es sind Bilder von dynamischen Welten und fantastischen Formen. Sie erinnern an mystische Gebilde aus der Natur.

Der Künstler arbeitet mit Acrylfarbe. Eigentlich ist diese Kombination technisch widersinnig, da die Pigmente den Füllfederhalter eigentlich verstopfen müssten. Wie es ihm trotzdem gelingt die Materialien zusammenzuführen, bleibt sein Geheimnis. Die Farben durchlaufen einen mehrstufigen Mischakt, bevor sie auf den Karton aufgebracht werden.

In nachfolgendem Video erzählt der Künstler, wie er zu seiner Kunst gefunden hat. Der live Beitrag vom NDR entstand im Vorfeld einer Füllergemälde Präsentation, die seine Schauspielkollegin Cosma Shiva Hagen in ihrer Hamburger Galerie "Sichtbar" für ihn organisiert hat.




Dauer: ca. 16 Minuten
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Wer malt schon mit Füller und Tinte? Da mag es den einen oder andern Zeichner geben. Die Tinte dann aber durch Acrylfarbe zu ersetzen, ist ein Geniestreich, dessen Ergebnis wir eigentlich nur bestaunen können.
So beschrieb der Journalist H.P. Lichtwald 1996 die Pionierleistung der Füllermalerei.