Intuition

In die Zukunft gerichtete Erinnerung
Axel Neumann malt, weil er malen muss. Der Künstler akzeptiert seine innere Notwendigkeit bedingungslos. „Ich bin nichts, meine Aufgabe ist alles.“

Der Künstler verortet seine Kunst im Übergang zwischen materiellem und mentalem Raum. Das Motiv wird zu einer durchlässigen Membran zwischen Materie und Immaterialität, die durch die Aufmerksamkeit des Betrachters aktiviert und in Schwingung versetzt wird.

Nur selten gibt er seinen Gemälden einen Namen. Er will dem Rezipienten nicht vorschreiben, was er darin zu sehen hat. Neumann nennt seine Kunst gnostische Malerei. „Wahr ist, was ich selber erlebe.“ Jeder soll in den Motiven das sehen, was sie ihm persönlich bedeuten.

Am liebsten ist es dem Künstler, wenn der Betrachter sich treiben lässt und sich seiner Vorstellungskraft anvertraut. Die Phantasie gehört zu den wirkmächtigsten Werkzeugen des Menschen, sie ist Glücksreservoir und vielleicht sogar aktive Zukunftsgestalterin. Aber vor allen Dingen ist sie der Schlüssel zum Innenleben. Axel Neumann möchte die Menschen zum Fühlen anregen. Für ihn ist nicht das Bild an der Wand das eigentliche Kunstwerk, sondern der Mensch, der es betrachtet.

„Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch alles Wissen bereits in sich trägt. Er muss nur lernen sich selber zuzuhören.“